Ferienhaus Milow

Urlaub im Westhavelland

Kategorie: Geschichte

Das war 2017 und das wird 2018

WinterstremmeWir haben 2017 viele schöne Tage in Milow verbracht. Wir haben einander getroffen und viele Gäste, alte und neue Bekannte. Das war ein schönes Jahr. Wir bedanken uns bei unseren Gästen. Und wir danken denen, die uns geholfen haben, allen voran unserer fleißigen Mutter für die so tatkräftige Unterstützung.

Neue Wasserpumpe

Im Frühjahr haben wir das Wohnzimmer und das Fischerzimmer gemalert. Im Stremmezimmer haben wir ein Doppelbett aufgestellt, das Sofa dient jetzt nur noch im Notfall zum Schlafen. Auch haben wir das Schlafzimmer im Erdgeschoss mit neuen Matratzen ausgestattet.

Von diesem Fischerzimmer aus haben unsere Gäste nun ein kleines Holzhäuschen im Blick. Es steht auf dem Steg und ist der Schutz für die neue Wasserpumpe. Nun ist die  Wasserversorgung des Gartens auch im heißen Sommer sichergestellt. Dank an unseren Sohn und Neffen Aron, der uns gezeigt hat, wie geschickt manch 15jähriger Holz bearbeiten kann.

Wenig Schäden durch Herbststürme

Im Herbst wurde es stürmisch, der Regen fiel in großen Mengen – nun musste endlich das Schuppendach erneuert werden, damit der Schuppen nicht nur noch voller Eimer steht. In einem Arbeitseinsatz wurden die alten Asbestplatten fachgerecht abgenommen und vorschriftsmäßig als Sondermüll entsorgt. Das neue Dach hält prima und ist aus Holz. Während die Weiden hinter unserem Grundstück dem Sturm nicht alle gewachsen waren, konnten wir schnell Entwarnung geben. Alles sicher in Milow – auch bei Sturm!

Viele Pläne 2018

2018 wollen wir unser Haus und unser Grundstück weiter so top in Schuss halten wie bisher. Daher werden wir die Küche streichen und auch das zweite Schuppendach neu decken. Dann brauchen die Gartenmöbel wieder neue Farbe. Gemeinsam als Erbengemeinschaft mit unseren Kindern und Partnern packen wir das an und freuen uns, unseren Gästen weiterhin ein wundervolles Ferienobjekt anbieten zu können.

Geschichte des Milower Ferienhauses

Das Haus an der Stremme hat eine interessante Geschichte. Es war das Haus des Fischers Boltze, hier war um 1900 die Fährstelle nach Bützer als die Milower Stremmebrücke noch nicht errichtet war.

Der Fischer Erich Boltze, Großvater unseres Vaters, hatte schon von seinem Vater die Fischereirechte auf der Stremme und (auch) auf der Havel übernommen und lebte mit seiner Familie vom Fischfang, vor allem Welse und Aale brachten gutes Geld. Die Familie lebte in der Stremmestr. 1, damals noch ohne den Anbau (jetzt: Wohnzimmer). 1975 starb der Fischer, die Fischerei war schon in den fünfziger Jahren enteignet worden. Unser Vater Peter Leisner übernahm das Fischerhaus von einem Sohn des Fischers Boltze und sanierte es 2007 in Gänze. Unser Vater war passionierter Angler, neben Friedfischen bevorzugt auf Zander, Aal und Hecht, die sich bis heute in der Stremme tummeln.

 

Weitere historische Informationen

  • Fischer Richard Boltze (Historisches Milower Gewerbe – Teil 1, In: Milower Ortsteil Report, Heft 24, Februar 2012, S.3)
  • Die Milower Stremmebrücke im Wandel der Zeitel (Milower Ortsteil Report, Heft 24, Februar 2012, S.4)
  • Theodor Fontane: Havelland. (Pestalozzi-Verein der Provinz Brandenburg (Hrsg.): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Berlin 1900, S. 22)
  • Volkssagen aus der Umgebung Rathenows: „Die spukende Sau von Milow“ (Pestalozzi-Verein der Provinz Brandenburg (Hrsg.): Die Provinz Brandenburg in Wort und Bild. Berlin 1900, S. 189)

Ausflug in das Besucherzentrum Milow im Naturpark Westhavelland

1967 entdeckte Wolfang Bünnig bei Schachtarbeiten für eine Wasserleitung in der Ernst-Thälmann-Str. 5 (heute Stremmestraße) ein Skelett, das 5300 Jahre alt ist. Eine Nachbildung des Schädels des “Mannes von Milow” ist seit dem 30.03.2014 im Besucherzentrum, dem Ferienhaus direkt gegenüber, zu bestaunen.

Ich nahm diese neue Touristenattraktion als Anlass dem Besucherzentrum einen Besuch abzustatten und war beeindruckt. Die Austellung ist sehr ansprechend und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Alle Sinne werden angesprochen. Es gibt Tierfelle zum Anfassen und Untersuchen, einen Sternenzelt inklusive Nachthimmel und Sternzeichen zum Entdecken. Dort können Sie typischen Tages- und Nachtgeräuschen des Naturpark Westhabelland lauschen. Mit Mikroskopen kann geforscht werden und die Wichtigkeit des Naturparks für die Wanderungen der Vögel erlebt werden.
Die Informationen über die Großschutzgebiete Brandenburgs und ganz speziell über den Naturpark Westhavelland werden auf allen Ebenen und in vielerlei Formaten vermittelt.

Was mir besonders gut gefallen hat, war das Mitdenken der Kinder. So ist zum Beispiel auf dem Boden des ersten Austellungsraume der Havellauf aufgezeichnet und am Rande steht eine Kiste mit sehr vielen schönen Holzhäusern, -booten und bäumen. Nachdem meine Kinder eine Stunde die Ausstellung erforschten, konnten sie hier spielen und ich hatte genügend Zeit, mir weitere Teile der Ausstellung anzuschauen. Prima.

Mehr Informationen, Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie hier.

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